Altstadt guter Siebter bei KBMM

Der SC Recklinghausen Altstadt 06 hat in der Besetzung Michael Glahn, Klaus Beer, Erik Gawronski und Joschka Littmann bei der diesjährigen Blitzmannschaftsmeisterschaft des SB Herne-Vest einen guten siebten Platz belegt. Ersatzgeschwächt konnte man sich im stark besetzten Feld behaupten und ließ mit drei Siegen und vier Unentschieden bei vier Niederlagen immerhin sechs Mannschaften hinter sich. Top-Scorer war ich mit 8 Punkten aus 12 Partien. Gewinnen konnte diesmal der Top-Favorit aus Sodingen. Etwas überraschend belegte der SV Erkenschwick den zweiten Platz knapp vor den favorisierten Castropern.

Im Vorfeld der KBMM hatte es Absagen gehagelt, sodass man zunächst froh war, überhaupt vier Spieler aufbieten zu können. Es durfte also nicht erwartet werden, dass man den stärksten Mannschaften im Bezirk Paroli bieten könnte. Zur Meisterschaft im Trigon in Haltern erschienen insgesamt 13 Mannschaften, von denen Herne-Sodingen gleich drei stellte, Erkenschwick und Gastgeber Haltern traten immerhin mit zwei Mannschaften an. Favorisiert waren wie schon beim Viererpokal die Mannschaften von Sodingen I und Castrop. Außenseiterchancen auf den Titel konnten sich Erkenschwick I und Sodingen II ausrechnen. Für Altstadt war im besten Fall ein Platz im Mittelfeld zu erwarten.

Doch die Auslosung meinte es gut mit uns, sodass die ganz dicken Brocken uns zunächst (mit einer Ausnahme) erspart blieben. Und so begann das Turnier durchaus vielversprechend mit einem knappen 2,5:1,5-Erfolg gegen Zeppelin Herne. Im folgenden Duell gegen den Mitfavoriten Erkenschwick I gab es erwartungsgemäß nichts zu holen (0:4). Es folgten zwei Erfolge gegen Unser Fritz (3,5:0,5) und Erkenschwick II (3:1) um unseren Spielleiter Franz Schulze Bisping. Bei letzterem Spiel wusste Erik zu überzeugen, der den immerhin fast 500 DWZ-Punkte höher eingestuften Florian Schicktanz alt aussehen ließ. Mit drei Erfolgen und nur einer Niederlage durfte man sich in der fünften Runde ausruhen. Altstadt rangierte zu diesem Zeitpunkt auf einem ganz starken vierten Platz. Allerdings war natürlich zu berücksichtigen, dass die Duelle gegen sämtliche Sodinger-Mannschaften sowie Castrop-Rauxel noch ausstanden.

Leider gelang uns an diesem Abend kein weiterer Sieg mehr, doch zumindest mussten wir zunächst auch keine weitere Niederlage einstecken. Es folgten vier(!) Unentschieden gegen Haltern II, Waltrop, RE-Ost und Sodingen III. Beim Spiel gegen Haltern II war durchaus mehr drin, dafür waren die Punkteteilungen gegen Ost und Sodingen positive Überraschungen, wobei Erik im Duell gegen Sodingen III zwei Sekunden vor Ablauf seiner Bedenkzeit von einem unmöglichen Zug seines Gegners profitierte. Mit nur einer Niederlage aus acht Spielen verkaufte man sich also weiter gut, nun warteten allerdings die übermächtigen Gegner von Sodingen I, II und Castrop-Rauxel auf uns.

Und hier gab es tatsächlich wenig zu holen. Gegen Sodingen I mit dem Ex-Altstädter Stefan Wickenfeld setzte es eine 0:4-Klatsche. Gegen Sodingen II schrammte man dann aber nur ganz knapp an einer Überraschung vorbei. Klaus Beer spielte an Brett 2 gegen die frühere Altstädter Spielleitern Jenny Leveikina. Er leistete sich hier einen unmöglichen Zug, doch Jenny wollte den geschenkten Punkt nicht annehmen, spielte fair weiter und musste schließlich aufgeben. Ich hatte an Brett 1 gegen den ehemaligen Altstädter Jugendtrainer Peter Trzaska ein gutes Endspiel erreicht, dann aber einen Fehler begangen und eine Verluststellung erreicht. Anschließend hätte ich Peter dann über die Zeit ziehen können, bot in Anbetracht der Stellung im fairen Duell dann aber Remis. An den hinteren Brettern waren die Sodinger leider klar überlegen, sodass unterm Strich eine 1,5:2,5-Niederlage stand. Im Spiel gegen Castrop-Rauxel, bei dem Erik gegen seinen Cousin Mark Kusnetsov antreten musste, war man dann erneut chancenlos (0:4).

Vor dem letzten Spiel waren die Verhältnisse also wieder zurechtgerückt, trotzdem durfte man bereits jetzt mit dem Abschneiden zufrieden sein. Mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Haltern hätte man dem Abend dann die Krone aufsetzen können, leider musste man aber auch hier eine knappe 1,5:2,5-Niederlage hinnehmen. Am Ende landete Altstadt wie erhofft im Mittelfeld auf Platz 7. Dabei konnte man u.a. Erkenschwick II und Sodingen III hinter sich lassen. Nach schwachen Leistungen bei den letzten Blitzturnieren, konnte ich an Brett 1 die beste Punktausbeute der Altstädter vorweisen. Mit 8 Punkten aus 12 Partien schrammte ich am Ende nur knapp an einem Podestplatz in der Einzelwertung am ersten Brett vorbei. Klaus erreichte an Brett 2 gute 50%, noch überzeugender (weil unerwartet) spielte Erik an Brett 3 mit 4,5/12 und einer DWZ-Leistung von fast 1600. Joschka musste sich an Brett 4 in seiner ungeliebten Disziplin mit 1,5 Punkten begnügen, leistete durch das starke Remis direkt im ersten Spiel aber auch einen wichtigen Beitrag zum guten Altstädter Gesamtergebnis.

Der Kampf um den Sieg gestaltete sich nicht besonders spannend. Sodingen I gab nicht einen einzigen Mannschaftspunkt (und nur drei Brettpunkte) ab. Dahinter entschied die Anzahl der Brettpunkte knapp zugunsten von Erkenschwick. Dritter wurde Castrop-Rauxel. Hier die Ergebnisse im Überblick:

Rang Mannschaft G S R V Man.Pkt. Brt.P
1. SK Herne-Sodingen 1 12 12 0 0 24 – 0 45.0
2. SV Erkenschwick 1 12 9 2 1 20 – 4 38.5
3. SV Castrop-Rauxel 12 9 2 1 20 – 4 36.0
4. SK Herne-Sodingen 2 12 8 1 3 17 – 7 29.5
5. RSG Läufer / Ost 12 7 3 2 17 – 7 29,0
6. SV KS Haltern 1 12 5 2 5 12 – 12 23.5
7. SC Recklinghausen-Altstadt 12 3 4 5 10 – 14 20.0
8. SV Erkenschwick 2 12 4 1 7 9 – 15 22.0
9. SK Herne-Sodingen 3 12 2 5 5 9 – 15 21.0
10. SV KS Haltern 2 12 2 4 6 8 – 16 17.0
11. SV Unser Fritz 12 2 2 8 6 – 18 11.0
12. SV Waltrop 12 0 2 12 2 – 22 10.5
13. SV Zeppelin Herne 12 0 2 12 2 – 22 9.0

 

Bericht von Michael Glahn. Der Bericht von Turnierleiter Frank Strozewski findet sich hier.

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Ein Kommentar zu Altstadt guter Siebter bei KBMM

  1. Udo Wickenfeld sagt:

    Herzlichen Glückwunsch allen unseren Spielern zu dem guten Mannschaftserfolg. Ich glaube auch, dass es allen Spaß gemacht hat!
    Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass wir doch noch eine schlagkräftige Mannschaft stellen konnten.
    Nicht nur im Sport zählen nicht allein Sieg und Erfolg. Unser gesellschaftliches Miteinander verlangen Interesse und Teilnahme in den verschiedensten Lebensbereichen.
    Michael, ich danke dir auch im Namen unseres Schachclubs für deinen sehr detaillierten und interessanten Bericht.

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