Revanche geglückt – Erste überrollt ersatzgeschwächtes Drewer

Die erste Mannschaft hat der SG Drewer am vierten Spieltag nicht den Hauch einer Chance gelassen und verdient mit 7:1 gewonnen. In Marl ließen die Altstädter nie einen Zweifel daran aufkommen, dass man sich für die bittere Erstrundenniederlage in der letzten Saison revanchieren wollte. Ersatzmann Klaus Beer, Frank Stubbe, Albert Wernitz, Frank Block, Christian Mayeres und Romuald Samisch gewannen ihre Partien, Peter Wernitz und ich spielten Remis.

Mit einigen Personalsorgen reiste man zum Aufstiegsaspiranten Drewer, die im Gegensatz zu Altstadt bereits Punkte liegen gelassen hatten. Aufgrund einiger Absagen musste Klaus Beer aus der dritten Mannschaft aushelfen. Den Rangnummern zufolge boten wir nur vier Stammspieler auf. Doch als wir die sechs langen Treppen zum Spielbereich der Gastgeber endlich erklommen hatten – da behaupte noch jemand, Schach sei kein Sport… – stellten wir fest, dass es unsere Gegner noch schlimmer erwischt hatte. Nachdem am Sonntagmorgen auch das nominelle Brett 1 krankheitsbedingt abgesagt hatte, traten die Marler mit insgesamt drei Spielern aus ihrer zweiten Mannschaft an. Plötzlich war Altstadt wieder an fast allen Brettern leicht favorisiert.

Und das untermauerte die Mannschaft von Beginn an. Die meisten kamen sehr gut aus der Eröffnung, Klaus hatte an Brett 8 gegen Nachwuchstalent Marius Kraft sogar bereits einen Bauern gewonnen. Nur Christian an Brett 6 gegen Klaus Heidel und ich an Brett 1 gegen Wilfried Uhlich standen etwas passiv. Die ersten beiden Partien endeten dann nach weniger als zwei Stunden friedlich. Peter hatte an Brett 3 zu spät gesehen, dass er seinen Gegner Martin Schäfer um einen Bauern hätte erleichtern können und nahm leicht verärgert in nun etwas passiver Stellung ein Remisgebot an. Ich hatte zwar den Druck aus der Stellung nehmen können, hatte aber auch keinerlei Gewinnaussichten und musste so nicht lange überlegen, als mir mein Gegner ebenfalls Remis bot. Die Situation an den anderen Brettern verbesserte sich aber weiter zusehends. Auch Frank S. hatte an Brett 7 gegen Wolfgang Ritter einen Bauern gewinnen können und Romuald (Brett 4 gegen Lars Schäpers), Frank B. (Brett 5 gegen Georg Nordhoff) und Albert (Brett 2 gegen Ulrich Arnold) standen deutlich aktiver als ihre Gegner. Und so ließ die Führung nicht lange auf sich warten. Klaus hatte bei einem Angriff auf den gegnerischen König, der lang rochiert hatte, eine Dame gewinnen können, sein Gegner gab auf. Unmittelbar danach siegte auch Frank S., nachdem er mit einem starken Freibauern einen Figurengewinn erzwungen hatte. Albert hatte in der Zwischenzeit einen starken Königsangriff gestartet und verbuchte seinen ersten Saisonsieg. Altstadt führte 4:1. Die endgültige Entscheidung war nur noch eine Frage der Zeit, es bahnte sich sogar ein Kantersieg an. Frank B. setzte seinen Gegner immer stärker unter Druck, Romuald war in einem gewonnen Endspiel mit einem Mehrbauern gelandet und auch Christian hatte nun materiellen Vorteil, da sein Gegner zwei Figuren für einen Turm hatte opfern müssen.

Einmal ins Rollen gekommen, gaben sich auch die übrigen Altstädter keine Blöße. Zunächst brachte Frank B. seinen überzeugenden Angriff zum Ende – der Mannschaftssieg war perfekt. Dann kapitulierte auch Christians Gegner, als er die Überlegenheit des Springer-Läufer-Duos einsehen musste. Romuald musste sich noch einige Zeit abmühen, brachte seinen Vorsprung aber letztlich ebenfalls souverän nach Hause. Drewer, der erste richtige Prüfstein im Aufstiegskampf, wurde nach einer sensationellen Leistung mit 7:1 zerlegt!

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Br. Rangnr. SG Drewer 1 Rangnr. SC Recklinghausen Altstadt 1 1:7
1 2 Uhlich, Wilfried 1 Glahn, Michael ½:½
2 5 Arnold, Ulrich 4 Wernitz, Albert 0:1
3 6 Schäfer, Martin 5 Wernitz, Peter ½:½
4 7 Schäpers, Lars 6 Samisch, Romuald 0:1
5 8 Nordhoff, Georg 1001 Block, Frank 0:1
6 9 Heidel, Klaus 1003 Mayeres, Hans-Christian 0:1
7 14 Ritter, Wolfgang 1004 Stubbe, Frank 0:1
8 15 Kraft, Marius 17 Beer, Klaus 0:1

 

Durch den hohen Sieg überwintert die erste Mannschaft auf dem Spitzenplatz in der Bezirksliga. Waltrop bleibt durch einen 5:3-Erfolg über Constantin Herne dran. Im zweiten direkten Aufstiegsduell gab es ein Unentschieden zwischen Süd und Unser Fritz II, was uns durchaus in die Karten spielen könnte. Beide haben nun fünf Mannschaftspunkte auf dem Konto und liegen somit drei Punkte hinter uns. Im Abstiegskampf konnte sich die RSG II durch einen knappen 4,5:3,5-Sieg bei Sodingen III etwas Luft verschaffen. Erkenschwick III kam gegen Castrop-Rauxel III zum ersten Saisonsieg (ebenfalls 4,5:3,5).

Hier die Tabelle:

Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Sp + = MP BP
1 SC Recklinghausen Altstadt 1 ** 7,0 5,5 6,0 5,5 4 4 0 0 8 24.0
2 SV Waltrop 1 ** 5,0 5,0 6,0 6,5 4 4 0 0 8 22.5
3 SV Unser Fritz 2 3,0 ** 4,0 5,0 6,5 4 2 1 1 5 18.5
4 SV Recklinghausen-Süd 1 4,0 ** 3,5 4,5 4,5 4 2 1 1 5 16.5
5 SG Drewer 1 1,0 4,5 ** 3,5 6,5 4 2 0 2 4 15.5
6 Recklinghäuser SG Läufer-Ost 2 3,0 3,5 ** 4,5 4,0 4 1 1 2 3 15.0
7 SV Constantin Herne 1 2,5 3,0 3,5 4,5 ** 4 1 0 3 2 13.5
8 SK Herne-Sodingen 3 2,0 2,0 3,5 ** 5,5 4 1 0 3 2 13.0
9 SV Erkenschwick 3 2,5 1,5 1,5 ** 4,5 4 1 0 3 2 10.0
10 SV Castrop-Rauxel 3 1,5 4,0 2,5 3,5 ** 4 0 1 3 1 11.5

 

Am fünften Spieltag (12.01.) trifft die Erste im heimischen Kolpinghaus auf RE-Süd. Bei einem Sieg könnte der Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze weiter vergrößert werden…

Bericht von Michael Glahn

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3 Kommentare zu Revanche geglückt – Erste überrollt ersatzgeschwächtes Drewer

  1. Grothuesmann sagt:

    Eine super Leistung! Gratulation!!
    gruß Heinz

  2. Udo Wickenfeld sagt:

    Dank und Anerkennung an alle Schachfreunde unserer ersten Mannschaft für diese hervorragende Saisonleistung! Es sind ja noch einige Mannschaftskämpfe zu bestreiten, aber ich bin davon überzeugt, diesmal packt ihr euer Ziel. Der gesamte Verein wünscht es euch!
    Ein persönliches Lob noch an Michael für seine Berichte. Einfach klasse!

  3. Franz Stark sagt:

    Klasse Leistung, klasse Bericht. Weiter so! Macht richtig Spaß, so etwas zu lesen.
    Grüße an alle
    Franz

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