Altstadt 4. beim Viererpokal – RSG gewinnt

Beim gestrigen Viererpokal in Haltern ist die Altstädter Mannschaft in der Aufstellung Michael Glahn, Peter Spillmann, Frank Block und Christian Mayeres auf dem vierten Platz gelandet. Einem Sieg gegen Waltrop im Viertelfinale folgten zwei Niederlagen gegen Castrop-Rauxel im Halbfinale und Erkenschwick im kleinen Finale. Sieger wurde etwas überraschend die RSG Läufer-Ost nach einem hochdramatischen Finale gegen Castrop.

Zum Viererpokal des Schachbezirks Herne/Vest waren neun Mannschaften gemeldet. Unser Fritz und RE-Süd sollten zunächst die Vorrunde bestreiten, alle anderen Mannschaften inkl. Altstadt hatten für die erste Runde ein Freilos. Da die Mannschaft von Unser Fritz jedoch gar nicht erschien, begann für alle anwesenden Mannschaften um 19 Uhr das Viertelfinale. Gespielt wurde mit dem ungewohnten Bedenkzeitmodus von 25 Minuten + 10 Sek. pro Zug. Altstadt, nach Durchschnitts-Wertungszahl an 5 gesetzt, traf zunächst auf Außenseiter Waltrop. Am Nebentisch hatten zwei Mannschaften großes Lospech: Die beiden hohen Favoriten Castrop und Sodingen wurden bereits in der ersten Runde gegeneinander gelost, was, wie es der Pokalmodus will, bereits das Aus für einen von beiden bedeutete. Altstadt wurde seiner Favoritenrolle gegen Waltrop gerecht. Christian Mayeres an Brett 4 gegen Wilfried Krolik, Frank Block an Brett 3 gegen Jörn Gasper und Peter Spillmann an Brett 2 gegen Frank Nagel machten mit drei Siegen den Mannschaftserfolg perfekt, ehe ich mich an Brett 1 nach Figurenverlust Andreas Winterberg beugen musste. Das „Duell der Giganten“ fand für Sodingen mit den früheren Altstädtern Stefan Wickenfeld (Brett 2) und Peter Trzaska (Brett 3) ein unglückliches Ende. Zwar konnte Peter seine Partie gewinnen und Stefan gegen einen weiteren alten Bekannten, Mark Kusnetsov, ein Remis beisteuern, aufgrund einer Niederlage an Brett 1 und einer unglücklichen Punkteteilung an Brett 4 blieb den Sodingern nach Berliner Wertung trotzdem das Nachsehen. Die Sodinger gewannen anschließend die Platzierungsrunde und wurden Fünfte. Neben Altstadt und Castrop qualifizierten sich die RSG Läufer-Ost um Fide-Meister Heiko Kummerow und der SV Erkenschwick mit dem Altstädter Spielleiter Franz Schulze Bisping für das Halbfinale.

Im Halbfinale wartete auf Altstadt mit Castrop dann eine nahezu unlösbare Aufgabe. Und obwohl wir uns tapfer werten, gab  es am Ende eine deutliche 0:4-Niederlage. Frank hatte gegen Pascal Werrn an Brett 3 nach und nach mehrere Bauern verloren und gab schließlich auf. Auch Christian musste an Brett 4 gegen Christoph Zobiegala kapitulieren. Mir unterlief diesmal kein kapitaler Fehler, trotzdem konnte mein Gegner, Alexandr Kartsev, einen Bauern erobern, den ich schließlich nicht mehr aufhalten konnte. Peter spielte an Brett 2 gegen Mark Kusnetsov die stärkste Partie. Mark opferte Material für einen Königsangriff, fand sich später aber nur in einer Remisstellung. Doch Peter hatte die Zeit außer Acht gelassen und so blieb auch ihm der Ehrenpunkt verwehrt. Im zweiten Halbfinale setzte sich Ost knapp gegen Erkenschwick durch.

Im kleinen Finale traf man also auf Erkenschwick und war dort leichter Außenseiter. Und auch diesmal gelang uns keine Überraschung. Zunächst unterlag Christian Martin Stötzel. Frank konnte in einer nach eigenen Angaben höchst durchwachsenen Partie durch einen Erfolg über Peter Broszeit kurzzeitig ausgleichen, doch ich ließ mich von Frank Strozewski völlig überspielen und brachte Altstadt wieder in Rückstand. Wenig später musste auch Peter einsehen, dass gegen den starken Königsangriff von Franz Schulze Bisping kein Kraut gewachsen war und so ging der dritte Platz an den SV Erkenschwick.

Im Finale traf der Favorit Castrop auf die bis dahin sehr überzeugende RSG. Beide waren durch den Finaleinzug bereits für den NRW-Viererpokal qualifiziert. Dennoch entwickelte sich ein spannendes Duell auf Augenhöhe. Zwar gingen die Castroper durch zwei Erfolge von Pascal Werrn über Tom Kleiner und Mark Kusnetsov über Jan Henrik Rolf zunächst mit 2:0 in Führung, doch Ost gab sich nicht geschlagen und konnte durch FM Heiko Kummerow (siegte gegen Alexandr Kartsev) und Youngster Felix Gerlach (siegte gegen Chistoph Zobiegala) ausgleichen. Da auch durch Berliner Wertung kein Sieger ermittelt werden konnte, ging es ins Entscheidungsblitzen. Hier wurden zwei Runden gespielt und selbst dort ließ die Entscheidung noch lange auf sich warten. Felix Gerlach gewann diesmal schnell und Tom Kleiner konnte den Vorsprung sogar ausbauen. Heiko Kummerow musste sich diesmal aber geschlagen geben und Jan Henrik Rolf verlor durch unmöglichen Zug gegen Mark Kusnetsov. Die zweite Runde brachte dann aber die Entscheidung – und zwar zugunsten der RSG. Felix Gerlach, Tom Kleiner und Heiko Kummerow gewannen ihre Blitzpartien und so konnte Mark Kusnetsov durch einen glücklichen Sieg aus Sicht von Castrop nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Herzlichen Glückwunsch an die RSG zu dieser wirklich starken Vorstellung sowie an Castrop und Erkenschwick zu den Podestplätzen! Für Altstadt bleibt ein unterm Strich akzeptabler vierter Platz. „Top-Scorer“ war Frank Block mit 2/3. Peter Spillmann und Christian Mayeres gewannen je einmal, ich hatte leider dreimal das Nachsehen.

Bericht von Michael Glahn

PS: Hier der Link zum Bericht der RSG.

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