Altstadt I arbeitet sich vor

Die erste Mannschaft hat gegen die zweite Mannschaft von Weiße Dame Borbeck einen überzeugenden 5,5:2,5-Sieg gefeiert und den Abstiegskampf vorerst hinter sich lassen können. Bericht folgt. Am fünften Spieltag zeigte die Mannschaft, die zum ersten Mal nahezu in Stammbesetzung antrat, eine starke Vorstellung und schlug den Tabellennachbarn durch vier Siege von Peter Trzaska, Albert Wernitz, Dmitrij Rohovoy und Frank Block  bei nur einer Niederlage souverän. Durch den Sieg arbeitet sich Altstadt in der Tabelle bis auf Platz 5 vor und hat nun nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz 2 (bei vier Punkten Vorsprung auf Abstiegsplatz 8).

In der Tabelle lag man vor dem Spiel nach Mannschaftspunkten gleichauf mit Borbeck bei 1,5 Brettpunkten Vorsprung. In der vergangenen Saison hatte man sich mit den Essenern auf ein friedliches 4:4 geeinigt, diesmal wollte man etwas ambitionierter zu Werke gehen. Das drückte sich auch in der Aufstellung aus: Außer mir hatten zum ersten Mal alle Spieler zugesagt, sodass Altstadt zum ersten Mal fast mit der Stammformation spielen konnte. Die Borbecker, die scheinbar ebenfalls dauerhaft auf einen ihrer Stammspieler verzichten müssen, benötigten nur einen Ersatzmann, hatten aber das Problem, dass bereits einige Spieler die maximale Anzahl an Ersatzspielen absolviert hatten, sodass Altstadt am letzten Brett klar favorisiert war. Die anderen Bretter versprachen mehr Spannung, wobei die Altstädter meist einen leichten DWZ-Vorteil vorweisen konnten. Dafür hatten die Borbecker den Heimvorteil, da das Spiel wegen diverser Weihnachtsveranstaltungen im Kolpinghaus nach Essen verlegt worden war.

Mark Kusnetsov spielte an Brett 1 gegen Carsten Kindermann. Er stand hier immer leicht besser, konnte seinen Gegner aber nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Schließlich verflachte die Partie zum Remis. Peter T. konnte in seiner Partie an Brett 2 gegen Clemens Pötter lange Zeit keinen Vorteil erringen. Im Endspiel zeigte er jedoch seine Klasse. Ein starkes Läuferpaar in Verbindung mit einem aktiven König reichten zum Gewinn. Albert musste sich an Brett 3 zunächst mit den Angriffsbemühungen seines Gegners Hartmut Klasmeier auseinandersetzen. Diese erstickte er jedoch schnell im Keim, woraufhin er zum Konter ansetzte und souverän gewann. Eine immer wichtigere Rolle nimmt Dmitrij im Team ein. Sein Gegner Thomas Kalkhoff hatte an Brett 4 zwar zunächst augenscheinlich einen starken Angriff für einen geopferten Bauern. Dieser Schein war aber wohl trügerisch. Dmitrij verteidigte sich präzise und baute selbst Gegendrohungen auf, welche sein Gegner nur mit Figurenabtauschen beantworten konnte. Im Turmendspiel reichte der Materialvorteil zum Sieg.

Peter Wernitz stand an Brett 5 gegen Andreas Kalkhoff leicht besser, die Remisbreite verließ die Partie aber wohl nie, weshalb das Unentschieden die logische Konsequenz war. An Brett 6 konnte Alfred Kotlar gegen Dirk Strauß zunächst leichte Vorteile erzielen. Nach langer Spielzeit kam sein Gegner jedoch zum Konter, den Alfred nicht abwehren konnte. Auch Romuald Samisch (Brett 7 gegen Olaf Dippel) stand durchgängig besser, geriet dann aber in Zeitnot. Hier unterlief ihm ein Fehler, wonach sein Gegner einen Turm hätte einsacken können. Zu unserem Glück übersah er dies. Anschließend wurde in ein ausgeglichenes Damenendspiel abgewickelt, das im Remis endete. Frank hatte es an Brett 8 mit Philipp Pospieszny zu tun. Franks Gegner ließ sich von seinem DWZ-Nachteil nicht einschüchtern und warf alles nach vorne – was im Nachhinein wohl zu ungestüm war. Die entstandenen Schwächen im eigenen Lager konnte Frank routiniert ausnutzen, indem er die Stellung in der Mitte öffnete und den dort verbliebenen gegnerischen König attackierte.

Das Endergebnis lautete somit 5,5:2,5 für Altstadt – ein ganz wichtiger Sieg, der richtungsweisend sein könnte und zudem ordentlich Selbstvertrauen einbringen dürfte. Die Ergebnisse im Überblick:

Br. Rangnr. SC Recklinghausen Altstadt 1 Rangnr. Weiße Dame Borbeck 2 5,5:2,5
1 1 Kusnetsov, Mark 9 Kindermann, Carsten ½:½
2 2 Trzaska, Peter 10 Pötter, Clemens 1:0
3 4 Wernitz, Albert 11 Klasmeier, Hartmut 1:0
4 5 Rohovoy, Dmitrij 12 Kalkhoff, Thomas 1:0
5 6 Wernitz, Peter 14 Kalkhoff, Andreas ½:½
6 7 Kotlar, Alfred 15 Strauß, Dirk 0:1
7 8 Samisch, Romuald 16 Dippel, Olaf ½:½
8 1001 Block, Frank 28 Pospieszny, Philipp 1:0

In den Parallelspielen musste Schwarze Dame Osterfeld bei Aufstiegskandidat SV Kamen II die nächste knappe Niederlage einstecken (3,5:4,5) und steckt tief im Abstiegsstrudel, Tabellenführer Listiger Bauer Essen gewann beim Tabellenletzten SV Wattenscheid IV überraschend knapp mit 5:3, SV Welper II siegte deutlich mit 6,5:1,5 gegen SV Bottrop II und SF Brackel III und SK Sodingen/Castrop III trennten sich unentschieden. In der Tabelle liegt Altstadt nun auf Rang 5 und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten SV Kamen. LB Essen bleibt unangefochten auf Platz 1. Die Abstiegsplätze belegen nach wie vor SD Osterfeld, SV Bottrop und SV Wattenscheid.

Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Sp + = MP BP
1 SC Listiger Bauer Essen 1 ** 5,5 5,0 4,5 5,0 5,0 5 5 0 0 10 25.0
2 SV Kamen 2 2,5 ** 5,5 4,5 4,5 7,0 5 4 0 1 8 24.0
3 SV Welper 2 ** 4,0 5,0 3,5 6,5 5,0 5 3 1 1 7 24.0
4 SF Brackel 3 2,5 4,0 ** 4,0 6,5 5,5 5 2 2 1 6 22.5
5 SC Recklinghausen Altstadt 1 3,0 ** 3,0 5,5 4,5 5,0 5 3 0 2 6 21.0
6 SK Sodingen / Castrop 3 3,5 3,0 4,0 5,0 ** 6,5 5 2 1 2 5 22.0
7 Weiße Dame Borbeck 2 3,5 4,5 1,5 2,5 ** 4,5 5 2 0 3 4 16.5
8 Schwarze Dame Osterfeld 1 3,0 3,5 3,5 3,5 ** 4,5 5 1 0 4 2 18.0
9 SV Bottrop 2 1,0 1,5 3,0 3,5 ** 4,5 5 1 0 4 2 13.5
10 SV Wattenscheid 4 3,0 3,0 2,5 1,5 3,5 ** 5 0 0 5 0 13.5

Das nächste Spiel findet am 24.01. statt. Altstadt empfängt dann den SV Kamen und kann mit einem Sieg gleichziehen und den direkten Kontakt zu den Aufstiegsrängen herstellen. Bei einer Niederlage winkt ein Platz im grauen Mittelfeld…

Bericht basierend auf den Angaben von Peter Trzaska

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