{"id":3303,"date":"2016-09-25T21:45:41","date_gmt":"2016-09-25T19:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/?p=3303"},"modified":"2016-09-25T21:45:41","modified_gmt":"2016-09-25T19:45:41","slug":"erste-trotzt-personalnot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/?p=3303","title":{"rendered":"Erste trotzt Personalnot"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mit viel Kampfgeist und einer ordentlichen Portion Gl\u00fcck hat die erste Mannschaft trotz Personalproblemen im zweiten Spiel den zweiten Sieg eingefahren. Gegen Hervest Dorsten erzielte man einen etwas zu hoch ausgefallenen 5,5:2,5-Sieg. Hervorzuheben ist die Leistung von Ersatzmann Oliver J\u00fcrgens, der erst am Freitagabend von seinem Einsatz erfuhr und dennoch seinen knapp 200 DWZ st\u00e4rker eingestuften Gegner niederringen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es hatte sich bereits fr\u00fch angedeutet, dass die Aufstellung diesmal nicht wie am ersten Spieltag zum Luxusproblem werden w\u00fcrde. Als schlie\u00dflich auch Albert Wernitz relativ kurzfristig absagte, war das Chaos perfekt. Mit Klaus Fuchs hatte sich bereits ein Spieler aus der zweiten Mannschaft bereiterkl\u00e4rt auszuhelfen. Ein zweiter Ersatzmann war nicht leicht zu finden, bis klar war, dass Oliver zur Verf\u00fcgung stand. Ganz anders die Situation bei den eigentlichen Gastgebern aus Dorsten &#8211; das Spiel fand aufgrund des getauschten Heimrechts im Kolpinghaus statt -, die ihre gesamte Stammaufstellung aufboten. Hierdurch waren wir leichter Au\u00dfenseiter mit DWZ-Vorteilen an den ersten Brettern bei teils deutlichen -Nachteilen an den mittleren und hinteren Brettern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Er\u00f6ffnung waren nur schwer irgendwelche Tendenzen auszumachen. Peter Wernitz \u00fcbernahm an Brett 5 gegen Norbert Hater die angestammte Rolle seines Bruders und lieferte das erste Ergebnis &#8211; ein Remis in relativ offener Stellung. Angesichts des DWZ-Nachteils ein gutes Ergebnis. Mark Kusnetsov stand gegen Mark Hermanowski an Brett 2 zwar zun\u00e4chst etwas unter Druck, hielt dem aber recht problemlos stand und konnte schlie\u00dflich einen Bauern einsammeln. Dmitrij Rohovoy spielte an Brett 4 gegen Frank Nowok und hatte etwas Probleme, den Er\u00f6ffnungsvorteil auszugleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Ergebnisse lie\u00dfen recht lange auf sich warten. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Romuald Samisch hatte an Brett 6 gegen Joachim Vengels einen Bauern verloren. Als ich die Stellung das letzte Mal betrachtete, hatte ich den Eindruck, dass das Gegenspiel ausreichen k\u00f6nnte, um den Bauern zur\u00fcckzugewinnen. Letztlich musste Romuald sich aber doch geschlagengeben. \u00c4hnlich lief es bei Klaus an Brett 8, der gegen Alexander Kudsin klarer Au\u00dfenseiter war. Als die verbundenen Freibauern des Dorsteners nach vorne preschten, musste Klaus kapitulieren. Gl\u00fccklicherweise sah es zu diesem Zeitpunkt an den vorderen Brettern schon recht gut aus. Stefan Wickenfeld hatte an Brett 1 gegen Carsten Doering zwar noch keinen Materialvorteil, setzte aber wie meistens auf die &#8222;Carlsen-Taktik&#8220;: Den Gegner im Endspiel mit leichtem Vorteil so lange unter Druck setzen, bis dieser zusammenbricht. Auch ich hatte an Brett 3 gegen Ahmet Tig augenscheinlich einen starken Angriff. Unklar war die Stellung an Brett 7 &#8211; Oliver hatte gegen Thomas Heiming erst einen, dann einen zweiten Bauern verloren. Er setzte auf den K\u00f6nigsangriff als Kompensation, was objektiv aber wohl nicht ausreichend war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz pl\u00f6tzlich lagen wir dann in F\u00fchrung. Der &#8222;Anschlusstreffer&#8220; gelang Stefan, der einen Freibauern erlangt hatte. Nachdem er es schaffte, den Springer als letzte Leichtfigur zu tauschen und der Bauer nicht mehr aufzuhalten war, gab der Gegner auf. Mark hatte mit einem sch\u00f6nen taktischen Schlag zwei Leichtfiguren f\u00fcr einen Turm gewonnen und zudem einige Bauern mehr. Dennoch ben\u00f6tigte er eine Menge Gl\u00fcck, um den vollen Punkt einzufahren. Mit dem klaren Materialvorteil im R\u00fccken schaltete er anscheinend ab, lie\u00df wohl mehrere direkte Gewinnm\u00f6glichkeiten aus und erlaubte seinem Gegner schlie\u00dflich sogar einen Patt-Trick. Hierf\u00fcr musste letzterer seine verbliebenen T\u00fcrme opfern. Gl\u00fccklicherweise w\u00e4hlte er hierbei die falsche Reihenfolge, sodass Mark nicht gezwungen war, die T\u00fcrme zu schlagen und stattdessen mit seinem K\u00f6nig entwischen und \u00fcber das halbe Brett in Sicherheit laufen konnte. Ein kurzer Herzinfarkt-Moment, ehe Dorsten doch den Ausgleich hinnehmen musste. Die F\u00fchrung besorgte Oliver, der einen Turm einkassieren konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entscheidung fiel an Brett 4, wo Dmitrij wie schon am ersten Spieltag sein Heil im Gegenangriff suchte und seinen Gegner auskonterte. Beruhigend f\u00fcr mich, denn ich hatte bei meinem Angriff eine Qualit\u00e4t geopfert und in Zeitnot wohl nicht die richtige Fortsetzung gefunden. Im Endspiel k\u00e4mpfte ich noch um ein Remis, das Vorhaben schien jedoch mehr und mehr aussichtslos zu sein. Dann aber erlebt ich mal wieder, dass im Schach alles passieren kann. Mein Gegner \u00fcbersah einen Spie\u00df und h\u00e4tte seinen Turm verloren. Als er seinen Fauxpas bemerkte, wartete er meinen Zug gar nicht mehr ab und gab sofort auf. Durch den unverdienten Punkt schraubt ich das Ergebnis noch weiter in die H\u00f6he und lie\u00df den Start nach Ma\u00df noch besser aussehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Einzelergebnisse im \u00dcberblick:<\/p>\n<table class=\"runde1\" border=\"1\" summary=\"Rundenergebnisse\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Br.<\/th>\n<th>Rangnr.<\/th>\n<th>Hervest-Dorstener SK 1<\/th>\n<th>&#8211;<\/th>\n<th>Rangnr.<\/th>\n<th>SC Recklinghausen Altstadt 1<\/th>\n<th>2,5:5,5<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"odd\">\n<td>1<\/td>\n<td>1<\/td>\n<td>Doering, Carsten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>1<\/td>\n<td>Wickenfeld, Stefan<\/td>\n<td>0:1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>2<\/td>\n<td>2<\/td>\n<td>Hermanowski, Mark<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>2<\/td>\n<td>Kusnetsov, Mark<\/td>\n<td>0:1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>3<\/td>\n<td>3<\/td>\n<td>Tig, Achmet<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>3<\/td>\n<td>Glahn, Michael<\/td>\n<td>0:1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>4<\/td>\n<td>4<\/td>\n<td>Nowok, Frank<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>5<\/td>\n<td>Rohovoy, Dmitrij<\/td>\n<td>0:1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>5<\/td>\n<td>5<\/td>\n<td>Hater, Norbert<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>6<\/td>\n<td>Wernitz, Peter<\/td>\n<td>\u00bd:\u00bd<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>6<\/td>\n<td>6<\/td>\n<td>Vengels, Joachim<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>7<\/td>\n<td>Samisch, Romuald<\/td>\n<td>1:0<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>7<\/td>\n<td>7<\/td>\n<td>Heiming, Thomas<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>13<\/td>\n<td>J\u00fcrgens, Oliver<\/td>\n<td>0:1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>8<\/td>\n<td>8<\/td>\n<td>Kudsin, Alexander<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>15<\/td>\n<td>Fuchs, Klaus<\/td>\n<td>1:0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den weiteren Spielen lie\u00df\u00a0 der SV M\u00fclheim-Nord IV dem SV Unser Fritz beim 6:2-Heimerfolg keine Chance, RW Altenessen setzte sich in Unna knapp mit 4,5:3,5 durch, FS Dortmund und der Oberhausener SV III trennten sich friedlich 4:4, G\u00fcnnigfeld schlug Huckarde-Westerfilde 5:3. Weiter geht&#8217;s f\u00fcr uns am 30.10. gegen den SV M\u00fclheim-Nord IV, die den st\u00e4rksten DWZ-Schnitt der Liga aufweisen und ebenfalls mit zwei Siegen gestartet sind.<\/p>\n<p>Michael Glahn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit viel Kampfgeist und einer ordentlichen Portion Gl\u00fcck hat die erste Mannschaft trotz Personalproblemen im zweiten Spiel den zweiten Sieg eingefahren. Gegen Hervest Dorsten erzielte man einen etwas zu hoch ausgefallenen 5,5:2,5-Sieg. 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