{"id":2921,"date":"2016-03-31T17:19:46","date_gmt":"2016-03-31T15:19:46","guid":{"rendered":"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/?p=2921"},"modified":"2016-03-31T17:19:46","modified_gmt":"2016-03-31T15:19:46","slug":"oster-open-befluegelt-von-der-erstrunden-sensation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/?p=2921","title":{"rendered":"Oster Open: Befl\u00fcgelt von der Erstrunden-Sensation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber Ostern habe ich zum sechsten Mal beim Oster Open in Oberhausen mitgespielt. Leider war ich diesmal der einzige Altst\u00e4dter. Trotzdem verlief das Turnier f\u00fcr mich \u00e4u\u00dferst erfolgreich. Insgesamt konnte ich drei Partien gewinnen und spielte viermal Remis, keine einzige Partie ging verloren. Der gr\u00f6\u00dfte Erfolg: Gleich in der ersten Runde konnte ich gegen den niederl\u00e4ndischen Gro\u00dfmeister und Setzranglistenersten Sipke Ernst remisieren (Partie siehe unten). Mit 5 Punkten aus 7 Partien landete ich insgesamt auf dem 19. Platz unter 177 Teilnehmern. Dabei lie\u00df ich gleich mehrere Titeltr\u00e4ger hinter mir und sicherte mir zudem den Ratingpreis als bester Spieler mit einer TWZ &lt;1960. Als weitere Belohnung knackte ich endlich die Marke von 2000 DWZ. Auch meine Elo konnte ich stark verbessern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich am Donnerstag in Oberhausen ankam und die endg\u00fcltige Teilnehmerliste erblickte, durfte ich mich bereits auf die Auslosung freuen. Ich war unter 177 Teilnehmern an Position 89 gesetzt &#8211; also genau in der Mitte. Sollte es keine nachtr\u00e4glichen \u00c4nderungen mehr geben, w\u00fcrde ein Teilnehmer von ganz unten spielfrei erhalten und ich w\u00fcrde gerade so in die untere H\u00e4lfte rutschen. Dies w\u00fcrde bedeuteten, dass ich an Brett 1 spielen und mich gegen den st\u00e4rksten Spieler im Turnier beweisen d\u00fcrfte. Bereits in den beiden Jahren zuvor hatte ich in der ersten Runde auf der B\u00fchne (Brett 1 bis 12) spielen d\u00fcrfen, das erste Brett war es aber noch nie gewesen. Vor zwei Jahren traf ich auf den Internationalen Meister Matthias Dann, letztes Jahr auf Fide-Meister J\u00fcrgen Kaufeld. Beide Male war ich chancenlos gewesen. Tats\u00e4chlich hatte ich mich nicht verrechnet und traf auf Sipke Ernst, niederl\u00e4ndischer Gro\u00dfmeister mit einer Elo von 2529 (Bestwert: 2606) und Topfavorit auf den Turniersieg. Das Losgl\u00fcck wollte es zudem, dass ich die wei\u00dfen Steine f\u00fchrte. Insgesamt waren 16 Titeltr\u00e4ger gemeldet, davon 5 Gro\u00dfmeister, u.a. Vlastimil Hort vom Oberhausener SV. Letzterer ist die ehemalige Nr. 3 der Welt, z\u00e4hlte aber mit inzwischen 72 Jahren nicht mehr zu den ganz gro\u00dfen Favoriten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich hatte ich in der Partie nichts zu verlieren. Ich spielte forsch und wollte mich nicht auf eine Mauertaktik beschr\u00e4nken. Auch wenn sich mein Gegner wenig \u00fcberraschend von meiner Variantenwahl kaum beeindruckt zeigte und fast gar nicht \u00fcberlegte (nach ca. 20 Z\u00fcgen hatte er knapp 10 Minuten verbraucht), kam ich nicht in Bedr\u00e4ngnis. Als sich die Partie in Richtung Endspiel bewegte und ich mich in meiner Stellung immer noch recht wohl f\u00fchlte, wagte ich zum ersten Mal einen Gedanken daran, wie es w\u00e4re, das Brett an diesem Abend nicht als Verlierer zu verlassen. Im Endspiel wurde immer offensichtlicher, dass ich in dieser Partie am Dr\u00fccker war und mein Gegner sich genau verteidigen musste &#8211; wenngleich es nat\u00fcrlich auch f\u00fcr mich noch Tausend Kleinigkeiten gab, die es zu beachten galt. Ich vers\u00e4umte es zwar, den Druck zu verst\u00e4rken, lie\u00df aber auch keine Gegenchancen zu und bekam schlie\u00dflich tats\u00e4chlich ein Remisgebot, was ich nicht ablehnen konnte. Es sei erw\u00e4hnt, dass der sehr sympatische Niederl\u00e4nder, der mit einer gro\u00dfen Gruppe von Landsleuten um den ehemaligen Altst\u00e4dter Geon Knol angereist war, sich von dieser &#8222;Niederlage&#8220; (zweifellos hatte er sich einen vollen Punkt erhofft) nicht die Laune verderben lie\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von diesem Erfolg befl\u00fcgelt erzielte ich auch im weiteren Verlauf ausschlie\u00dflich gute Ergebnisse, auch wenn ich hierf\u00fcr etwas Gl\u00fcck ben\u00f6tigte. In der zweiten Runde traf ich auf Markus J\u00f6rgens (Oberhausener SV, Elo 2163). Mit den schwarzen Steinen begann ich trotz gro\u00dfer M\u00fcdigkeit sehr gut und schaffte es, den Druck meines Gegners zu kontern. Wie mein Computer mir hinterher zeigte, lie\u00df ich dabei sogar einen Gewinn aus. Dann aber verlor ich den Faden. Mir gingen die Ideen aus und ich bot Remis aber mein Gegner wollte das Gegenspiel, das sich ihm pl\u00f6tzlich bot, unbedingt ausnutzen. Ich konnte mich jedoch auf meine Spezialdisziplin &#8222;Remis halten&#8220; verlassen. Im Endspiel verteidigte ich mich genau, sodass mein Gegner schlie\u00dflich doch das Unentschieden akzeptieren musste. Die Partie ging \u00fcber fast 5 Stunden, was die volle Distanz gewesen w\u00e4re &#8211; nicht gerade erstrebenswert an einem Doppelrunden-Tag. In der dritten Runde war ich dann Favorit &#8211; es sollte das erste und letzte Mal in diesem Turnier sein. Ich spielte gegen Josua Kudelka (SF Katernberg), der keine Wertungszahl vorweisen konnte, was ihn nat\u00fcrlich unberechenbar machte. Ich schien mich von der Favoritenstellung unter Druck setzen zu lassen und packte bereits die Brechstange aus. Das h\u00e4tte ins Auge gehen k\u00f6nnen, h\u00e4tte mein Gegner nicht bereits nach 14 Z\u00fcgen\u00a0 pl\u00f6tzlich die Uhr angehalten, weil es ihm nicht gut ging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So aber durfte ich mit 2 aus 3 in den dritten Turniertag starten. Am Samstag stand nur eine Runde an. Ich traf auf Jochen Esser (TUS Rheinberg, Elo 2046). Die Partie verlief ausgeglichen. Mein Gegner setzte schlie\u00dflich mit den wei\u00dfen Steinen zum Angriff an, ich verteidigte pr\u00e4zise. Dann \u00fcbertrieb er es und opferte einen Springer, weil er in einer Variante ein Fluchtfeld f\u00fcr meinen K\u00f6nig \u00fcbersehen hatte. In einer ohnehin recht hoffnungslosen Situation beging er ein paar weitere Fehler und gab kurz vorm Matt auf. Am Ostersonntag traf ich vormittags auf seinen Namensvetter Norbert Esser (SG Hochneukirch, Elo 2130). Dies wurde meine schwierigste Partie, denn wie die Computeranalyse zeigt stand ich mehrmals kurz vor einer Verlust-Stellung. Ich schaffte es aber erneut, meinem Gegner das Leben schwer zu machen, sodass auch dieser sich mit einem Remis begn\u00fcgen musste. Nachmittags spielte ich gegen Dr. Dragos Ciornei (Oberhausener SV, Elo 2181). Wie an der Bedenkzeit zu sehen war, kannte er sich mit der von mir gew\u00e4hlten Er\u00f6ffnung \u00fcberhaupt nicht aus. Ich stand in der Folge zwar etwas unter Druck, konnte die Probleme aber durch Gegenspiel l\u00f6sen. Als meinem Gegner bei noch 18 Z\u00fcgen bis zur Zeitkontrolle nur noch 22 Minuten blieben, bot ich Remis. Er \u00fcberlegte erneut eine gute Viertelstunde und willigte schlie\u00dflich ein. Die Stellung h\u00e4tte wohl auch nicht mehr hergegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor der letzten Runde lag ich mit 4 aus 6 auf Platz 1 meiner Ratinggruppe, es waren drei Preise zu vergeben. Aufgrund meiner guten Feinwertung durfte ich auch bei einer Niederlage noch auf einen Preis hoffen, wollte es aber nicht darauf ankommen lassen und griff mit den wei\u00dfen Steinen gegen Knut Andersen (SF Buer, Elo 2067 aber weniger DWZ als ich) an. Diese Entscheidung stellte sich als richtig heraus, denn an den Nebenbrettern \u00fcberraschten fast alle meine Konkurrenten mit Siegen gegen klar h\u00f6her einzusch\u00e4tzende Spieler. Mein Gegner versuchte es zwar mit Gegenspiel, kam letztlich aber doch recht schnell unter die R\u00e4der, sodass mir der erste Ratingpreis nicht mehr zu nehmen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr spannend war auch der Kampf um den Turniersieg. Vor der letzten Runde waren ganze 10 Spieler mit 5\/6 gemeinsam an der Spitze. Das f\u00fchrte dazu, dass an allen vorderen Brettern gek\u00e4mpft wurde und schlie\u00dflich sogar alle f\u00fcnf Partien entschieden wurden. F\u00fcnf Spieler beendeten das Turnier demnach mit 6\/7, darunter auch GM Ernst. Dieser hatte jedoch aufgrund des fr\u00fchen Punktverlusts die schlechteste Feinwertung und musste sich mit Platz 5 begn\u00fcgen. Nach der Siegerehrung fragte er mich noch grinsend, ob ich eigentlich mehr Geld gewonnen hatte als er (was jedoch nicht der Fall war). Sieger wurde IM Mikhail Zaitsev (SG Bochum) vor GM Daniel Hausrath und GM Felix Levin (beide SV M\u00fclheim-Nord). Den Seniorenpreis sicherte sich GM Vlastimil Hort. Der Damenpreis ging an die US- amerikanische Nationalspielerin Anna Zatonskih (Bochumer SV), Frau des deutschen Nationalspielers Daniel Fridman. Den Junioren-Preis sicherte sich Valentin Buckels (SV M\u00fclheim-Nord, Jahrgang 2001).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein paar Fakten, um mein Turnier einzuordnen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">DWZ +53 (von 1968 auf 2021), Elo +57 (von 1884 auf 1941)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Endplatzierung 19, damit vor drei Titeltr\u00e4gern inkl. des Internationalen Meisters Karl-Heinz Podzielny und der deutschen Nationalspielerin und Frauen-Gro\u00dfmeisterin Zoya Schleining<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">1. Platz in der Ratinggruppe TWZ &lt;1960<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Elo-Performance 2222, besser als die von GM Vlastimil Hort (2219)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">GM Ernst, der \u00fcbrigens auch eine deutsche <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sipke_Ernst\" target=\"_blank\">Wikipedia-Seite<\/a> hat, gab nach der ersten Runde nur noch ein Remis ab &#8211; gegen den Turniersieger IM Zaitsev<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.osv1887.de\/osteropen-2016\/\" target=\"_blank\">Turnierseite<\/a><\/p>\n<p>Hier noch meine kommentierte Partie aus der ersten Runde:<\/p>\n<p><strong>Glahn,Michael (1884) &#8211; GM Ernst,Sipke (2529) [B23]<\/strong><\/p>\n<p>Oberhausener Oster Open 2016 (1.1), 24.03.2016<\/p>\n<p><em>[Glahn,Michael]<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.e4 c5 <\/strong>Die Sizilianische Verteidigung, die mit Abstand beliebteste Wahl, wenn Schwarz selbst auf Gewinn spielen m\u00f6chte. <strong>2.Sc3 <\/strong>Gegen die Sizilianische Verteidigung spiele ich zwei Varianten, eine solide und eine riskante &#8222;Alles-oder-nichts&#8220;-Variante. Tendenziell verwende ich die riskante h\u00e4ufiger gegen schw\u00e4chere Spieler. Gegen st\u00e4rkere Spieler l\u00e4uft man dagegen Gefahr, selbst \u00fcberrollt zu werden und versucht eher, das Spiel mit solidem Schach m\u00f6glichst lange ausgeglichen zu halten. Was aber tun, wenn man so klarer Au\u00dfenseiter ist, dass man mit &#8222;normalem&#8220; Schach wohl keine Chance hat? In den letzten beiden Jahren habe ich beide Varianten gegen Titeltr\u00e4ger ausprobiert und bin zweimal komplett zerst\u00f6rt worden. Diesmal probierte ich es wieder mit der riskanteren Variante. <strong>2&#8230;a6 3.f4 <\/strong>Der Grand-Prix-Angriff. <strong>3&#8230;b5 <\/strong>Dieses direkte Spiel am Damenfl\u00fcgel wird von vielen starken Spielern gegen die geschlossene Variante und den Grand-Prix-Angriff bevorzugt. Als Nebeneffekt verhindert es die geplante Entwicklung des L\u00e4ufers nach c4 oder b5. <strong>4.Sf3 e6 5.d3 Lb7 6.De2 <\/strong>Positioniert die Dame in der Linie des K\u00f6nigs und macht das Feld d1 f\u00fcr den Springer frei, der von dort nach e3 oder \u00fcber f2 nach e4 \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnte, wenn Schwarz b4 spielt. <strong>6&#8230;Sf6 7.g3 <\/strong>Kommt der L\u00e4ufer nicht nach c4 oder b5, muss er fianchettiert werden. <strong>7&#8230;Le7 8.Lg2 0\u20130 9.0\u20130 Sc6 <\/strong>(Diagramm)<\/p>\n<div id=\"attachment_2922\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_9_Sc6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2922\" class=\"size-medium wp-image-2922\" src=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_9_Sc6-300x300.jpg\" alt=\"Stellung nach 9...Sc6\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_9_Sc6-300x300.jpg 300w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_9_Sc6-150x150.jpg 150w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_9_Sc6.jpg 762w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2922\" class=\"wp-caption-text\">Stellung nach 9&#8230;Sc6<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>10.e5! <\/strong>\u00dcblicherweise spielt Wei\u00df eher f5, was in diesem Fall aber nicht so hilfreich erscheint. e5 dagegen macht das Feld e4 f\u00fcr den Springer frei und verhindert gleichzeitig, dass dieser durch d5 vertrieben wird. e5 schw\u00e4cht das Feld f5, was Schwarz aber nicht ausnutzen kann, da der Springer nicht so schnell dorthin gelangen kann. <strong>10&#8230;Se8 <\/strong>[10&#8230;Sg4 11.h3 Sh6 12.Se4 Sf5 13.g4+=; 10&#8230;Sd5 11.Se4=] <strong>11.Se4 f5 <\/strong>[11&#8230;d5? kann den Springer nicht befreien, da nach 12.exd6 Sxd6 der Bauer c5 h\u00e4ngt. 13.Sxc5 Db6 14.Df2+-] <strong>12.exf6 Sxf6 13.Le3 <\/strong>macht Druck auf den Bauern. <strong>13&#8230;Db6 <\/strong>Geht freiwillig in die Fesselung, denn [13&#8230;d6 ist nicht nur ein Eingest\u00e4ndnis, sondern f\u00fchrt direkt zu Problemen. 14.Seg5 Dd7 15.Lh3 Sd8 16.Ld2\u00b1] <strong>14.c3 <\/strong>verhindert Sd4 und bereitet mit b4 den Angriff auf den gefesselten Bauern vor. <strong>14&#8230;Tae8 15.b4 Sxe4 <\/strong>nimmt den Druck etwas von c5. <strong>16.dxe4 Dc7 <\/strong>(Diagramm) [16&#8230;a5 17.a3]<\/p>\n<div id=\"attachment_2923\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_16_Dc7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2923\" class=\"size-medium wp-image-2923\" src=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_16_Dc7-300x300.jpg\" alt=\"Stellung nach 16...Dc7\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_16_Dc7-300x300.jpg 300w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_16_Dc7-150x150.jpg 150w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_16_Dc7.jpg 762w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2923\" class=\"wp-caption-text\">Stellung nach 16&#8230;Dc7<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>17.a4!? <\/strong>[17.Lxc5 Lxc5+ 18.bxc5 Sa5 Der Springer gelangt nach c4 und der Bauer auf c5 ist nur sehr schwer zu halten. Gegenspiel besteht durch den schwachen Bauern auf d7 und das Springerfeld auf e5, was ich aber \u00fcbersah.; 17.a3 wirkt etwas passiv, auch wenn 17&#8230;a5 noch nicht direkt m\u00f6glich ist, da b5 h\u00e4ngt.; 17.bxc5 schw\u00e4cher als Lxc5, da der Bauer auf c5 noch schwieriger zu halten ist. 17&#8230;Sa5=+] <strong>17&#8230;bxa4 <\/strong>[17&#8230;cxb4 18.axb5 axb5 19.cxb4 Sxb4 20.Tfc1] <strong>18.Lxc5 Lxc5+ 19.bxc5 Sa5 20.De3 <\/strong>[20.Txa4 geht genauso. Ich \u00fcbersah, dass nach 20&#8230;Dxc5+ 21.Df2 Dxc3 22.Db6 gewinnt.] <strong>20&#8230;Sb3 21.Txa4 Sxc5 22.Tc4 <\/strong>der Springer ger\u00e4t unter Druck, allerdings hat der Turm von c4 aus kaum Felder. <strong>22&#8230;Tc8 23.Se5 d6 24.Sd3 <\/strong>droht e5. <strong>24&#8230;Dc6 <\/strong>(Diagramm)<\/p>\n<div id=\"attachment_2924\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_24_Dc6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2924\" class=\"size-medium wp-image-2924\" src=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_24_Dc6-300x300.jpg\" alt=\"Stellung nach 24...Dc6\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_24_Dc6-300x300.jpg 300w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_24_Dc6-150x150.jpg 150w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_24_Dc6.jpg 762w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2924\" class=\"wp-caption-text\">Stellung nach 24&#8230;Dc6<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>25.Lh3 <\/strong>nimmt mit e6 die n\u00e4chste Schw\u00e4che ins Visier. [Die Drohung 25.e5?? wurde mit der Gegendrohung 25&#8230;Dxg2# pariert.; 25.Tf2 o.\u00e4. wirkt etwas passiv.] <strong>25&#8230;Tfe8 26.Td1 Tc7 27.Sxc5 <\/strong>Der Druck auf den Springer lie\u00df sich nicht mehr erh\u00f6hen. Der Abtausch hat den Nachteil, dass der Turm auf c4 einige Z\u00fcge brauchen wird, um wieder ins Spiel zu kommen. Daf\u00fcr erh\u00e4lt Wei\u00df nun aber den Vorteil der offenen Linie. <strong>27&#8230;dxc5 28.Dd3! Kf7 <\/strong>[28&#8230;Db5 29.Lf1!+= <em>(29.Lxe6+ Txe6 30.Dd8+ Te8 31.Dxc7 Dxc4 32.Dxb7 Dxc3 33.e5=) <\/em>] <strong>29.Dd6 Dxd6 30.Txd6 e5! <\/strong>verhindert e5 von Wei\u00df und bereitet den Abtausch auf e6 vor. <strong>31.Lg2 Te6 32.Txe6 <\/strong>[Wei\u00df tut nicht gut daran, die offene Linie behalten zu wollen. 32.Td8? Tb6 und Schwarz erh\u00e4lt Gegenspiel, auch wenn die Stellung objektiv ausgeglichen ist.] <strong>32&#8230;Kxe6 33.Kf2 Kd6 <\/strong>(Diagramm)<\/p>\n<div id=\"attachment_2925\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_33_Kd6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2925\" class=\"size-medium wp-image-2925\" src=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_33_Kd6-300x300.jpg\" alt=\"Stellung nach 33...Kd6\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_33_Kd6-300x300.jpg 300w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_33_Kd6-150x150.jpg 150w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_33_Kd6.jpg 762w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2925\" class=\"wp-caption-text\">Stellung nach 33&#8230;Kd6<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>34.Ta4 <\/strong>Der Turm sollte langsam aus seinem Gef\u00e4ngnis auf c4 befreit und aktiviert werden. <strong>34&#8230;Kc6 35.Ta1 Tc8 <\/strong>[Die schwarze Drohung, nach 35&#8230;Td7 ins wei\u00dfe Lager einzudringen und damit den K\u00f6nig in seiner Bewegungsfreiheit einzuschr\u00e4nken, wurde verhindert.] <strong>36.Ke3 Ta8?! <\/strong>kam f\u00fcr mich etwas \u00fcberraschend. Ich hatte erwartet, dass der schwarze Turm trotzdem die offene Linie besetzt. Stattdessen entschlie\u00dft sich der Gro\u00dfmeister hier dazu, Gegenspiel mit seinem Freibauern zu suchen &#8211; mit m\u00e4\u00dfigen Erfolgsaussichten. <strong>37.Lf1 exf4+ 38.gxf4 a5 39.Lc4\u00b1 <\/strong>versucht, den L\u00e4ufer abzutauschen und Schwarz damit wohl die letzten Aussichten auf einen vollen Punkt zu nehmen. Objektiv kann hier nur Wei\u00df auf Sieg spielen. <strong>39&#8230;Kc7 <\/strong>(Diagramm)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2926\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_39_Kc7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2926\" class=\"size-medium wp-image-2926\" src=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_39_Kc7-300x300.jpg\" alt=\"Stellung nach 39...Kc7\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_39_Kc7-300x300.jpg 300w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_39_Kc7-150x150.jpg 150w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_39_Kc7.jpg 762w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2926\" class=\"wp-caption-text\">Stellung nach 39&#8230;Kc7<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>40.e5 <\/strong>[40.f5! w\u00e4re der richtige Beginn des Bauernvorsto\u00dfes gewesen und h\u00e4tte Schwarz richtige Probleme bereitet.] <strong>40&#8230;g6! 41.h4 <\/strong>im Hinblick auf sp\u00e4tere h5-Drohungen. <strong>41&#8230;a4 42.Ta3 Lc6 43.Ld3 <\/strong>versucht erneut, den L\u00e4ufer abzutauschen. [43.h5!] <strong>43&#8230;Te8 44.Le4 Ta8 <\/strong>Der Turm geht wieder zur\u00fcck, da [44&#8230;Ld7 sehr passiv aussieht.] <strong>45.Lxc6?! <\/strong>entspricht zwar meinem Plan, bedeutet aber wohl auch, dass ich mich mit dem Remis zufrieden gebe. <strong>45&#8230;Kxc6 46.Ke4 <\/strong>Schwarz w\u00fcrde wohl gerne versuchen, den K\u00f6nig zur Unterst\u00fctzung des Freibauern hinzuzuziehen, wird aber durch den gef\u00e4hrlichen Freibauern auf der e-Linie daran gehindert. <strong>46&#8230;Ta6 <\/strong>[46&#8230;Kb5 47.e6 Kc6 48.Ke5+=] <strong>47.c4 h5 <\/strong>[Wei\u00df braucht sich keine Sorgen zu machen, dass der schwarze K\u00f6nig nach b4 l\u00e4uft, da nach 47&#8230;Kb6? 48.Kd5 der Bauer c5 bedroht ist und der wei\u00dfe K\u00f6nig den Freibauern auf der e-Linie unterst\u00fctzt.] <strong>48.f5 <\/strong>Ein letzter Versuch, mit dem Freibauern f\u00fcr Gefahr zu sorgen. Leider nicht besonders aussichtsreich, da der schwarze K\u00f6nig schnell genug in der Verteidigung ist. <strong>48&#8230;gxf5+ 49.Kxf5 Kd7 <\/strong>Nun muss pl\u00f6tzlich Wei\u00df aufpassen, nicht in Zugzwang zu geraten. Weder der Turm noch der K\u00f6nig sollte bewegt werden. Gl\u00fccklicherweise geht <strong>50.e6+ <\/strong>, obwohl der Bauer nach <strong>50&#8230;Ke7 <\/strong>nicht gehalten werden kann. <strong>51.Ke5 Txe6+ <\/strong>(Diagramm)<\/p>\n<div id=\"attachment_2927\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_51_Txe6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2927\" class=\"size-medium wp-image-2927\" src=\"http:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_51_Txe6-300x300.jpg\" alt=\"Stellung nach 51...Txe6+\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_51_Txe6-300x300.jpg 300w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_51_Txe6-150x150.jpg 150w, https:\/\/schachclub-re-altstadt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/stellung_nach_51_Txe6.jpg 762w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2927\" class=\"wp-caption-text\">Stellung nach 51&#8230;Txe6+<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwarz bot hier Remis, da nach 52. Kd5 die Bauern c5 und wenig sp\u00e4ter auch a4 fallen werden. Im Gegenzug kann er den wei\u00dfen h-Bauern erobern. Z.B.: 52. Kd5 Kf6 53. Kxc5 Te4 54. Txa4 Txh4. Das Endspiel mit je einem Turm und einem nicht allzu weit vorger\u00fcckten Freibauern ist f\u00fcr beide Seiten leicht Remis zu halten.<strong> \u00bd\u2013\u00bd<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Ostern habe ich zum sechsten Mal beim Oster Open in Oberhausen mitgespielt. Leider war ich diesmal der einzige Altst\u00e4dter. Trotzdem verlief das Turnier f\u00fcr mich \u00e4u\u00dferst erfolgreich. 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